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Personalisierte, individuelle und modulare Kosmetik

 

Zahlreiche Wirk- und Inhaltsstoffe in einem kosmetischen Produkt zu vereinen, hat marketingseitig den Vorteil, viele gute Stories parat zu haben. Die Effektivität bleibt dabei meist auf der Strecke, da die Konzentrationen der einzelnen Stoffe homöopathische Dimensionen erreichen.

Mit der Anzahl der Ingredienzien wächst die Wahrscheinlichkeit, dass viele nicht benötigt oder aus unterschiedlichen Gründen von den Konsumenten abgelehnt werden:

  • Duftstoffe oder haptische Eigenschaften des Produktes gefallen nicht.
  • Fett- oder Feuchthaltestoffe entsprechen nicht dem Hauttyp.
  • Bestandteile lösen Irritationen oder/und Allergien aus.
  • Inhaltstoffe sind:
    • nicht vegan, halal oder koscher,
    • biologisch nicht abbaubar oder belasten die Umwelt,
    • aus chemischer Synthese und nicht natürlich ("bio"),
    • nicht physiologisch.
  • Inhaltsstoffe haben Nebenwirkungen:
    • Auswascheffekte durch Emulgatoren
    • Hormonelle Wirkungen durch endokrine Disruptoren
    • Einfluss auf antimikrobielle Peptide (AMP)
    • Senkung der Regeneration der Haut durch Okklusivität
    • Langzeitnebenwirkungen bei längerer, fortgesetzter Behandlung

Das Bedürfnis ist groß, individuell und ganz persönlich bedient zu werden. Wünschenswert sind maßgeschneiderte Präparate, "mit" und "ohne" bestimmte Inhaltsstoffe. Um sie zu realisieren, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen:

Verbindung von Hautdiagnose mit Fertigprodukten

Eine einfache Lösung besteht zum Beispiel darin, die Hautanalyse und ein Sortiment verfügbarer Fertigprodukte durch eine Software miteinander zu verbinden. Dadurch wird die Zuordnung der bestmöglichen Zusammensetzung gewährleistet.

Automatisierte Mischungen

Nach Verarbeitung von Hautanalyse-Daten oder einer Selbsteinschätzung werden personalisierte Präparate aus Einzelkomponenten zusammengesetzt und abgefüllt. Die automatisierte Mischung hat den Nachteil, dass systembedingt auf bestimmte Hilfsstoffe wie Emulgatoren und Konservierungsstoffe nicht verzichtet werden kann, da das System ein in jeder Hinsicht stabiles Produkt liefern muss.

Modulare und individuelle Kosmetik

Aus modularen Grundlagen wie Basis-Cremes, -Gelen, -Lotionen sowie Wirkstoffkonzentraten (Seren), die KVO-gemäß als eigenständige Präparate angemeldet und untereinander kompatibel sind, werden manuell individuelle Zusammensetzungen gemischt. Vorher werden Hautmessungen durchgeführt, die mittels einer separaten Software verarbeitet werden. In die Software können auch Erfahrungswerte und Problemhaut-Parameter einfließen.
Diese Variante ist universell einsetzbar, da sie neben den Hautkonditionen auch Indikationen berücksichtigen kann. Vorteil: Beim Übergang von der dermatologischen Therapie zur kosmetischen Prävention kann die gleiche Grundlage verwendet werden. Über rechtliche Aspekte siehe: Lautenschläger H, Eine gute Basis - Pharmazeutische und kosmetische Basiscremes, medical Beauty Forum 2016 (5), 12-17.

Mittlerweile werden auch aus dem Genprofil der Verwender/innen Schlüsse auf geeignete kosmetische Zusammensetzungen gezogen. Die Methode liefert allerdings Ergebnisse, die noch selten der Realität entsprechen.


Dr. Hans Lautenschläger




 
 
 
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Revision: 24.12.2019