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  Vitamin K für gesunde, schöne Haut
 

Vitamin K ist für den menschlichen Organismus von essentieller Bedeutung. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kommt in zwei natürlichen Formen vor, dem Vitamin K1 und K2. Vitamin K1 wird größtenteils durch pflanzliche Nahrung aufgenommen. Vitamin K2 wird hingegen von Darmbakterien, z. B. Escherichia coli, gebildet.

 

Pflanzliches Vitamin K1 eignet sich gut als Inhaltsstoff von Hautpflegecremes für Haut, die zu Couperose und Rosacea neigt. Zudem lässt es sich auch einsetzen, um dunkle Augenringe zu mildern. Diese werden häufig durch eine Schwäche des oberflächlichen Kapillarsystems der Haut verursacht.
Vitamin K1 lässt sich dabei zum einen gut als kosmetisches Wirkstoffkonzentrat bzw. als Ampullenkur über längere Zeit anwenden. Andererseits kann es als Zusatz zur täglichen Tages- und Nachtpflege in Kombination mit einer entsprechenden Basiscreme aufgetragen werden. Die Verfügbarkeit von Vitamin K1-Ampullenpräparaten oder -Wirkstoffkonzentraten ist dann am besten, wenn Vitamin K1 in verkapselter Form vorliegt.

Stoffe gezielt einbringen

Gut geeignet sind hierfür Nanopartikel, da sie ein hohes Penetrationsvermögen haben, Trägeröle für den Wirkstoff enthalten und ihn dorthin transportieren können, wo er benötigt wird. Die Konzentration an Vitamin K1 kann bis zu 2% betragen.
Nanopartikel lassen sich in Derma-Membran-Struktur-Cremes integrieren, da beide Systeme hinsichtlich der Grundstoffe gut miteinander verträglich sind. Vitamin K1 wird in diesem Fall depotartig in der Hornschicht gespeichert und von dort gleichmäßig über längere Zeit freigesetzt.
Da die Vitamin K-Gruppe zwar gegenüber Luftsauerstoff beständig, jedoch gegen Lichteinwirkung empfindlich ist, müssen Pflegeprodukte entsprechend geschützt werden. Empfehlenswert ist, für Wirkstoffkonzentrate lichtundurchlässige Spender und Tuben sowie Violettglas zu verwenden.

Ergänzungen zur Veröffentlichung:

Vitamin K ist für den menschlichen Organismus von essentieller Bedeutung. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kommt in zwei natürlichen Formen vor, dem Vitamin K1 und K2. Vitamin K1 wird größtenteils durch pflanzliche Nahrung aufgenommen, während Vitamin K2 von Darmbakterien, wie z. B. Escherichia coli, gebildet wird. Dementsprechend kann es zu einem Vitamin K-Mangel kommen, wenn z. B. die Darmflora durch eine Antibiotika-Behandlung gestört ist oder wie bei Neugeborenen noch nicht etabliert ist. Zur Aufnahme von Vitamin K aus dem Darm sind Gallensäuren notwendig. Daher kann auch ein Mangel bei Störungen des Galleflusses auftreten. Quellen für Vitamin K sind z. B. Grüner Salat, Sauerkraut, Brokkoli, Spinat, aber auch Geflügelfleisch. Die Aufnahme im Magen-Darm-Trakt wird durch die Gegenwart von Nahrungsmittelfetten gefördert.
Obwohl Vitamin K1 (Phyllochinon; 2-Methyl-3-phytyl-1.4-naphthochinon; INCI: Phytonadione) und Vitamin K2 (Menachinon; 2-Methyl-3-difarnesyl-1.4-naphthochinon) unterschiedlich aufgebaut sind, erfüllen beide im Organismus die gleichen Funktionen. Das synthetische Vitamin K3 (Menadion; 2-Methyl-1.4-naphtho-chinon; INCI: Menadione) wird im Gegensatz zu Vitamin K1 und K2 auch ohne Gallensäuren aus Dünn- und Dickdarm resorbiert. Es erhält seinen Vitamincharakter im Körper allerdings erst durch Einführung einer Kohlenwasserstoffkette in Position 3 des Moleküls (vgl. K1 und K2). Vitamin K ist ein Blutgerinnungsfaktor und sorgt unter anderem für gleichbleibende Fließeigenschaften des Blutes. Vitamin K-Mangel verzögert die Blutgerinnung und kann für die verstärkte Blutung nach einer Verletzung verantwortlich sein. Auch die leichte Bildung blauer Flecken (Hämatome), Purpura (effloreszenzartige Hautblutungen), Nasenbluten sowie Magen-Darm- und Schleimhautblutungen können durch einen Vitamin K-Mangel verursacht werden.

Dr. Hans Lautenschläger

 
Bitte beachten Sie: Die Publikation stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Erscheinens der Fachzeitschrift dar.

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© Copyright Kosmetik Konzept KOKO GmbH & Co.KG, Leichlingen, www.dermaviduals.de
Revision: 27.10.2007
 
 
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veröffentlicht in
Kosmetik International
2005 (7), 89 

 
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