Publikationen >> Inhaltsstoffe Impressum Sitemap English
 
Willkommen
Aktuelles
Präparate
Publikationen
Antiaging
Basiscremes
Hautanalyse
Hautschutz
Inhaltsstoffe
Kosmetikinstitute
Präparate
Problemhaut
Spezielle Wirkstoffe
Patente
Bücher
Haut-Fragen
Korneotherapie
Mediathek
Hautanalyse
Messen & Seminare
KOKO - das Unternehmen
Stellenangebote
 
Suche - Search
  Inhaltsstoffe - objektive Infos erwünscht
 

Über spektakuläre Wirkstoffe von Kosmetika wird meist sehr ausführlich berichtet. Basis- und Hilfsstoffe gehören dagegen eher zum Kleingedruckten, obwohl sie viel mehr über Verträglichkeit und Langzeitwirkung eines Produktes aussagen.

 

Wie Inhaltsstoffe von kosmetischen Produkten bewertet werden, das kommt auf den Blickwinkel an. Die Naturkosmetik setzt z. B. andere Maßstäbe als die dermatologische Kosmetik. Wenn jedoch objektive Quellen nicht greifbar sind, dann ist es schwierig, die einzelnen Argumentationen nachzuvollziehen. Im Sinne der Haut sollte die Entscheidung letztlich für diejenigen Stoffe bzw. die Präparate fallen, die aufgrund ihres (Neben-)Wirkungsspektrums nach heutigem Stand der Technik am besten geeignet sind.
Dazu zwei Beispiele. Die Ayurveda-Lehre verwendet Sesamöl als Trägeröl für Aroma-Öle, so wie es geschichtlich überliefert ist. Heute wissen wir, dass neutrale Öle, wie z. B. Jojobaöl besser geeignet sind, da Sesamöl einen Stoff mit phenolähnlichem (Kreuz-)Allergiepotenzial enthält.

Natürlich oder synthetisch

Die Naturkosmetik lehnt außerdem chemische Konservierungsmittel ab und verwendet zu diesem Zweck mitunter Rosenwasser, ätherische Öle und diverse Extrakte. Die chemische Analyse der Zusammensetzung dieser Ingredienzien zeigt, dass die enthaltenen natürlichen Verbindungen identisch mit synthetischen Konservierungsmitteln sein können. Für die Haut ist es gleichgültig, ob das Sensibilisierungspotenzial eines Parabens natürlichen oder synthetischen Ursprungs ist.
Für eine objektive Information im Sinne der Physiologie der Haut sind daher Quellen von Interesse, die einzelne Rohstoffe oder Stoffgemische, wie Öle und Extrakte, in ihren physikalischen, chemischen und physiologischen Eigenschaften beschreiben. Firmenschriften und firmennahe Bücher sind dazu in der Regel wenig geeignet. Die zitierten Nachschlagewerke und Bücher sind zum Teil recht teuer, stehen aber in Stadt-, Landes- und Universitätsbibliotheken oder auch in spezialisierten Buchhandlungen zur Verfügung.
Eines der bekanntesten Werke ist das "Römpp-Chemielexikon", ein mehrbändiges, umfangreiches Werk. Obwohl sehr stark auf die Chemie fokussiert, ist es verständlich geschrieben und enthält viele Literaturhinweise und Quellenangaben über einzelne Substanzen und deren Eigenschaften. Weniger bekannt, aber hervorragend auf dermatologische und kosmetische Gesichtspunkte ausgelegt, ist das "Lexikon der Hilfsstoffe für Pharmazie, Kosmetik und angrenzende Gebiete" von H. P. Fiedler. Dieses mehrbändige Lexikon enthält die Inhaltsstoffe mit allen relevanten toxikologischen, dermatologischen und chemischen Daten, INCI-Bezeichnungen und Hinweisen auf die Originalliteratur.
Kein Lexikon, jedoch sehr informativ, was einzelne Stoffe und Stoffgruppen betrifft, ist die mehrbändige Ausgabe "Die kosmetischen Präparate" von G. A. Nowak und A. Domsch. Neben den Themen Entwicklung, Herstellung, Inhaltsstoffe und Anwendung von Kosmetika enthält die Ausgabe eine Vielzahl typischer Rezepturen von Kosmetika und erklärt sehr gut die Zusammensetzung und Funktion der einzelnen Stoffe. Ergänzend ist noch das "Wörterbuch der Kosmetik" von H. Frey und I. Otte zu erwähnen, das im August 2003 in einer Neuauflage erschienen ist.
Nachschlagewerke werden regelmäßig an den Stand des Wissens angepasst und aktualisiert. Sie erfordern allerdings ein gewisses Maß an Basiswissen, das man sich mit der Zeit aneignen sollte.

Verbände und Institutionen

Sehr gutes Informationsmaterial wird vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW, 60329 Frankfurt am Main, Karlstraße 21) an die Mitgliedsfirmen abgegeben. So z. B. "Kosmetika - Inhaltsstoffe - Funktionen", eine INCI-Liste mit Angabe der Funktion der einzelnen Stoffe und der Übersetzung lateinischer Pflanzennamen. Die Liste kann neben anderen Broschüren auch kostenlos im Internet unter www.ikw.org herunter geladen werden. Empfehlenswert, wenn man mehr über die stofflichen Grundlagen erfahren möchte, ist das Lehrmaterial "Körperpflegemittel in Chemie- und Biologieunterricht. Es kann beim Klett-Verlag bestellt werden (www.klett-verlag.de). Der IKW pflegt darüber hinaus eine umfangreiche Gesetzessammlung, zu der unter anderem auch die Kosmetikverordnung (KVO) mit ihren Anhängen gehört. Letztere sollte in jedem Institut verfügbar sein, um z. B. über die aufgeführten Restriktionen hinsichtlich einzelner Stoffe informiert zu sein.
Die KVO ist beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft unter www.verbraucherministerium.de kostenlos erhältlich. Im Hinblick auf Problemstoffe und die eigene Gesundheit ist auch auf die umfangreiche Gefahrstoffliste des Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz (BIA) hinzuweisen. Sie kann im Internet unter www.hvbg.de, Stichwort: Gefahrstoffliste kostenlos herunter geladen werden. Beim BIA erhält man auch sogenannte technische Regeln (TRGS), beispielsweise zum Umgang mit sensibilisierenden Stoffen und zur Feuchtarbeit, zu der auch die kosmetische Behandlung gehört.

Buchtipp

Es gibt eine Reihe von Büchern mit stofflichen Informationen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Das Taschenbuch "Kosmetik - Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel" von W. Umbach beschreibt die Zusammensetzung und Anwendung von kosmetischen Mitteln. Auch empfehlenswert: "Pflegekosmetik" von W.Raab und U. Kindl. Wer sich neben der Kosmetik auch mit den für Ernährung und Nahrungsergänzung relevanten Stoffen beschäftigt, der wird im "Lehrbuch der Lebensmittelchemie" von Belitz und Grosch, fündig.
Weitere Bücher zum Thema Kosmetik und angenzenden Gebieten kann man sich bequem bei: www.amazon.de, www.ki-online.de (s. Buchtipps mit Bestellnr.) und www.libri.de über die Suchfunktionen listen lassen.

Die vorgestellten Quellen können nur einen kleinen Ausschnitt aus einem großen Angebot zeigen. Festzustellen bleibt, dass es kein Standardwerk gibt, in dem alle Daten zu einem Stoff gesammelt abgerufen werden können.

@ Mehr Info

www.baua.de/start.htm
www.bfarm.de
www.bmgesundheit.de
www.bzga.de
www.ctfa.org
www.derminform.de
www.ifscc.org
www.ikw.org
www.tib.uni-hannover.de
www.who.ch

Dr. Hans Lautenschläger

 
Bitte beachten Sie: Die Publikation stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Erscheinens der Fachzeitschrift dar.

Bitte teilen Sie uns über koko@dermaviduals.de mit, wenn Sie auf dieser Seite einen Druck- oder sachlichen Fehler gefunden haben.

© Copyright Kosmetik Konzept KOKO GmbH & Co.KG, Leichlingen, www.dermaviduals.de
Revision: 27.10.2007
 
 
Download
 

veröffentlicht in
Kosmetik International
2004 (3), 80-82

 
Inhaltsstoffe - weitere Literatur
Triclosan - teils verboten, weit verbreitet
Aluminium - ein viel diskutiertes Element1
Wachse - eine unverzichtbare Stoffklasse
Übersicht: Freisetzung und Bioverfügbarkeit
Huckepack - Übersicht Trägersysteme
Ohne Träger wenig Wirkung - was können Trägerkörper in Kosmetikprodukten?
Silizium - Global Player der Kosmetik
Emotionsauslöser - Streifzug durch die Welt der Duftstoffe
Mini-Kuppler - Von der Seife zum Hightech-Emulgator
Säuren und Basen von A bis Z
Wie Sand am Meer - Silizium und seine Verbindungen
Riechprobe? Aldehyde und Ketone
Vielfältig im Einsatz - Alkohole in Hautpflegemitteln
Echt gallig! - Reinen Alkohol einschenken
Vergällungsmittel in Kosmetika - Gesundheit ist zweitrangig
(Poly)Saccharide in Kosmetika - Von A wie Alginat bis Z wie Zuckertensid
Polyethylenglykole & Co - Von Wirkungen und Nebenwirkungen
Pflanzenöle
Fette und Öle - Kohlenwasserstoffe in Kosmetika
Haltbarkeit von Kosmetika - Was macht Kosmetika empfindlich?
Pflanzliche Öle und Extrakte - Essentielle Komponenten
Vielseitig - Neue Öle und Extrakte
Naturwirkstoffe unter der Lupe: Quo vadis?
Wasser ist nicht gleich Wasser - Wasserqualitäten
Konservierungsstoffe
Lipophil - Öle und Fette in der Kosmetik
Mindesthaltbarkeit und Konservierung
Emulgatoren - "Wir machen Mischen möglich!"
Inhaltsstoffe - objektive Infos erwünscht
Konservierungsstoffe - Keime & Co fest im Griff
Hilfsstoffe in Kosmetika
Fettstoffe - Die Basis der Hautpflege
Pflegende Wirkstoffe - Vitamine, Öle & Co
Pflegende Wirkstoffe - Die Haut glätten und rundum schützen
INCI - Die Deklaration gibt Auskunft
Frei von Konservierungsmitteln 
Emulsionen - Mikroemulsionen - Nanoemulsionen
Emulgatoren - Alternativen gesucht 
Ceramide - Lipide mit vielfältigen Aufgaben