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Dermaviduals sind Hautpflege-Präparate, die im Kosmetikinstitut vor Ort frisch hergestellt werden. Es wird erläutert, wie die Kosmetikerin mit dieser Dienstleistung ihre Kompetenz in Sachen Hautpflege unter Beweis stellen kann.

 

Gute kosmetische Fachinstitute werden immer bestrebt sein, ihren Kundinnen das individuell optimale Präparat anzubieten. Die Folge ist eine hohe Anzahl von Präparaten, die in kleinen Stückzahlen bevorratet werden. Die Konditionen bei den Lieferanten werden dadurch naturgemäß nicht besser. Andererseits ist das optimale Präparat nicht unbedingt das Beste, da seine Zusammensetzung nun mal vorgegeben ist und die Fachkompetenz des Institutes zwangsläufig auf die Auswahl verfügbarer Marktprodukte beschränkt ist.
Individuelle Baukastensysteme können hier eine Alternative darstellen. Diese Systeme beziehen die Kreativität und Fachkompetenz der Fachinstitute nicht nur mit ein, sondern sie fordern sie geradezu heraus.
Unter dem Begriff "Dermaviduals" sind individuelle Hautpflege-Präparate zu verstehen, die in den Instituten vor Ort frisch hergestellt werden. Dermaviduals werden den Anforderungen der Kundinnen und der Institute entsprechend maßgeschneidert. Vorteil: die gesamte Erfahrung des Instituts wird in die Waagschale geworfen. Die Kundinnen haben nicht nur das Gefühl, sondern auch die Gewissheit, eine hervorragende Dienstleistung erhalten haben.

Spezielle Cremes als Basis

Selbstverständlich hat es Ansätze zu Dermaviduals schon immer in Form sehr individueller Behandlungen gegeben, wenn man z. B. an frisch bereitete Gesichtsmasken denkt. Die neuen Systeme sind jedoch anders konzipiert. Der Grundgedanke besteht darin, besonders verträgliche Basiscremes, die bereits alle wesentlichen von der Haut benötigten Bestandteile enthalten, mit speziellen "Additiven" anzureichern. Die jüngste Entwicklung auf diesem Gebiet sind DMS-Basiscremes (siehe unten), deren Zusammensetzung den in der Haut befindlichen natürlichen Bestandteilen sehr nahe kommen (DMS = Derma Membrane Structure). DMS-Basiscremes sind pH-hautneutral, enthalten keine konventionellen Emulgatoren mehr und sind darüber hinaus frei von Konservierungsmitteln, Duftstoffen, Farbstoffen, Mineralölbestandteilen, Silikonen und Aminen.

Wirkstoffe werden eingearbeitet

Das wichtige Charakteristikum der DMS-Basiscremes ist ihre Fähigkeit sowohl wasserlösliche "Additive" wie NMF, Vitamine und Pflanzenextrakte, inklusive Dispersionen von Liposomen und Nanopartikeln, als auch pflanzliche Öle und Wachse durch kurzes manuelles Verrühren aufnehmen zu können. Dies macht den gravierenden Unterschied zu konventionellen W/O- oder O/W-Emulsionen deutlich, bei denen ein solches Verfahren unmöglich wäre.
Da die genannten "Additive", die auch als eigenständige Präparate ähnlich wie Ampullen angewandt werden können, hinsichtlich des Ausschlusses kritischer Inhaltsstoffe den gleichen strengen Kriterien wie die DMS-Basiscremes unterliegen, wird die Haut nicht mit unnötigen Hilfsstoffen belastet – ein Vorteil, der vor allem empfindlicher und zu Anomalien neigender Haut zugute kommt. Die Wirksamkeit von Vitaminen und Ölen mit essentiellen Fettsäuren bleibt voll erhalten und wird nicht durch Lagerung von Fertigpräparaten beeinträchtigt.

Praktikable Anwendung ist gefragt

Voraussetzung für solche Systeme ist allerdings die Praktikabilität in der Praxis der Fachinstitute. Und hier haben sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Die DMS-Basiscremes werden bereits in anwendungs- und verkaufsfähigen Spendern geliefert. Die Spender werden auf einfache Weise geöffnet, für die Behandlung notwendige Zusätze mit Hilfe von Dosierflaschen zudosiert, kurz verrührt und das Gebinde wieder geschlossen – eine sehr saubere und unkomplizierte Verfahrensweise.
Interessant ist, dass DMS-Cremes aufgrund ihrer Zusammensetzung in dermatologischen Praxen mit Erfolg zur Prävention und Behandlung der Neurodermitis eingesetzt werden, was vermutlich auf den hohen Gehalt von hydriertem Phosphatidylcholin (PC) in Kombination mit Phytosterinen, Squalan, Ceramid und Triglyceriden zurückzuführen ist. Hydriertes PC ist auch eine wesentliche Komponente in neuen Präparaten für den betrieblichen Hautschutz; PC verhindert wirksam das Auswaschen von Cremebestandteilen. Dies ist im übrigen auch der Grund, dass die Wirkungen der DMS-Basiscremes auf Hautglättung, Hautfeuchte und Hautstraffung noch 72 h nach Absetzen der Cremes sichtbar sind.

Interessante Synergien

Doch zurück zur Dienstleistung. Das Beispiel der Dermaviduals zeigt noch eine weitere wichtige Komponente, die zu einem Maximum an Kundennutzen und zu einer hohen Wertschöpfung für das Institut führt. Diese Komponente heißt Synergie. Unter Synergie ist das Zusammenspiel und das gegenseitige Befruchten unterschiedlicher Aktivitäten zu verstehen.
Konkret lässt sich z. B. das Angebot einer Hautanalyse hervorragend mit einer individuellen Behandlung mittels Dermaviduals verknüpfen. Synergie entsteht auch dann, wenn die Argumentationen für kosmetische Präparate nicht nur werblichen Charakter, sondern auch einen glaubwürdigen und wissenschaftlichen Hintergrund haben. Je hieb- und stichfester die Argumente sind, um so leichter lassen sich auch die Kunden überzeugen.

Präventive Gesundheitspflege

Schon heute kann man davon ausgehen, dass Fachinstitute mit einem synergistischen Dienstleistungskonzept, das ihre Kernkompetenzen voll einbezieht, in Zukunft sehr erfolgreich sein werden, insbesondere vor dem Hintergrund des nächsten absehbaren Wirtschaftsmotors, der präventiven Gesundheitspflege. Hier wird sich vor allem auch die laufende Fortbildung der Institute in dermalologischer Hinsicht auszahlen. Stichwort: dermatologische Kosmetik. Dermaviduals werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

DMS-Basiscremes

Die Grundlage der DMS-Basiscremes ist ein gesättigtes Phosphatidylcholin (INCI: Hydrogenated Lecithin). Dieser Stoff, der auch natürlich vorkommt, hat ähnliche physikalische Eigenschaften wie die Ceramide. So ist gesättigtes Phosphatidylcholin in der Lage, sich mit Lipiden und hydrophilen Stoffen zu vergesellschaften – stabile Cremes sind allerdings im Gegensatz zu konventionellen Emulgatoren nur mittels eines aufwendigen Verfahrens möglich, das sich durch einen sehr hohen Energieeintrag auszeichnet. Gesättigtes Phosphatidylcholin verstärkt wie die Ceramide die Barrierefunktion der Haut und stabilisiert den natürlichen transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Gesättigtes Phosphatidylcholin wird daher seit neuestem in hochwertigen Hautschutzpräparaten eingesetzt.
DMS-Basiscremes enthalten neben pflanzlichen Sterinen, Squalan, Ceramid und Triglyceriden ein Glykol, das die Hautfeuchte erhöht und aufgrund seiner hohen Dosierung auch die mikrobiologische Stabilität der Cremes garantiert. Die Haltbarkeit beträgt daher über 30 Monate. Die Haltbarkeit der nachträglich mit Wirkstoffen angereicherten DMS-Basiscremes ist naturgemäß von den Wirkstoffen abhängig. Während z. B. ein Zusatz von Jojobaöl praktisch keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der fertigen Creme hat, müssen die Mindesthaltbarkeitsdaten hochdosierter, empfindlicher Wirkstoffe wie z. B. Vitamin A-Nanopartikel selbstverständlich berücksichtigt werden. Gerade in diesen Fällen ist aber eine Frischherstellung der Cremes von Vorteil, da die Aktivität der Vitamine nicht durch lange Lager- und Transportzeiten beeinträchtigt und somit voll genutzt wird.

Dr. Hans Lautenschläger

 
Bitte beachten Sie: Die Publikation stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Erscheinens der Fachzeitschrift dar.

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© Copyright Kosmetik Konzept KOKO GmbH & Co.KG, Leichlingen, www.dermaviduals.de
Revision: 27.10.2007
 
 
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veröffentlicht in
Kosmetik International
1999 (1), 104-106

 
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