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Warum brennt meine Haut nach dem Auftragen eines wässrigen Pflegepräparates?
 

Allgemein nehmen Bindegewebsstörungen und Rosazea-Haut in den letzten Jahren zu. Häufige Fruchtsäure- und chemische Peelings scheinen einen nicht unwesentlichen Beitrag zu diesen Problemen zu liefern.
Betroffene berichten über ein kurzzeitiges Brennen nach der Applikation von O/W-Emulsionen. Meist liegt eine trockene (barrieregestörte), juckreizempfindliche Haut mit erweiterten Blutgefäßen und einer Bindegewebsschwäche vor. Die Symptome sind allein von der Konzentration wasserlöslicher Substanzen in den Präparaten abhängig, wobei die chemische Zusammensetzung unerheblich ist. Der Effekt ist offensichtlich der gleiche wie bei der Redewendung "Salz in offene Wunden streuen", d. h. wasserlösliche Substanzen gelangen bis unter die Hornschicht und lösen dort einen Reiz aus.
Mit Präparaten auf der Basis von DMS® (Derma Membran Struktur) kommen die Betroffenen in der Regel sehr gut aus, wenn sie sparsam angewandt werden. Bei zu häufiger und zu reichhaltiger Applikation kann es aber auch hier zu Aufkonzentrierungen wasserlöslicher Stoffe kommen - insbesondere bei kalter Witterung im Winter in überheizten Räumen, da dort nicht selten eine relative Luftfeuchte von nur 10-20% herrscht. In diesen Fällen werden (a) Reduzierung der Auftragsmenge wasserhaltiger Präparate, (b) Basiscreme High Classic Plus + NMF-Konzentrat + Hyaluronsäure und (c) Oleogel Plus (wasserfrei) empfohlen.
Bei häufiger Hautreinigung und vorgeschädigter Haut dringen auch die Härtebildner des Trinkwassers tief in die Haut ein - besonders wenn die Haut bereits aufgesprungen ist (siehe Hände). Damit verbunden ist eine weitere Destabilisierung der Hautbarriere, indem die Härtebildner mit den Fettsäuren der Barriereschichten reagieren und unlösliche Fettsäuresalze bilden. Das Gefüge der Hautbarriere wird nachhaltig zerstört. Eine häusliche Wasserenthärtungsanlage ist in dieser Situation eine lohnende Investition.
Die hochgradig gestörte Haut ist anfällig gegenüber Infektionen durch Mikroorganismen; die Gesichtshaut kann im Extremfall aufblühen. Juckreiz und Spannungsgefühle, gefolgt von Entzündungen, die nicht nur die Wangen und die Nase, sondern auch die Augenlidränder betreffen und perioral zwischen Oberlippe und Nase und am Kinn auftreten können, sind typische Symptome. Im Stadium der Entzündung hilft selbst Oleogel Plus nicht, da die Fettstoffe den anaeroben, d. h. ohne Luftsauerstoff auskommenden Bakterienstämmen (insbesondere Propionibacterium acnes und Staphylococcus epidermidis) gute Lebensbedingungen bieten. Der Hautarzt verschreibt in diesem Fall Azelainsäure-Präparate, die gegen anaerobe Bakterienstämme und Einzeller wirksam sind, oder Antibiotika wie Erythromycin und Metronidazol. Metronidazol stabilisiert außerdem die hautnahen Blutgefäße. Den gleichen Einfluss hat Vitamin K1, das in Hautpflegemitteln seit November 2009 leider verboten ist.
Ein schwaches Bindegewebe ist meist anlagebedingt und kann wie oben erwähnt durch äußere Umstände, wie übertriebene Hautschälungen, zusätzlich geschwächt werden. Auch die Rosazea-Haut verträgt kein Peeling. Die ersten Rosazea-Symptome werden ab 30 und bei Frauen verstärkt Ende 40 mit Umstellung des Hormonhaushaltes und Eintritt der Menopause sichtbar. Speziell für die präventive Pflege der zu Rosazea neigenden Haut wird Basiscreme High Classic, Liposomenkonzentrat Plus (enthält 1% Azelainsäure als Konsistenzgeber), Echinacea-Extrakt und Mäusedorn-Serum empfohlen. Die beiden letzteren Wirkstoffkonzentrate haben eine gefäß- und gewebestabilisierende Wirkung.

Dr. Hans Lautenschläger

Bitte beachten Sie: Der vorliegende Beitrag stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Revisionsdatums dar.

 
 
 
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Revision: 09.03.2010