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Sind Nanopartikel gesundheitsschädlich?
 

Im Zusammenhang mit dem Transport von Wirkstoffen spielt seit geraumer Zeit die Diskussion um Nanopartikel eine Rolle, d. h. die Verwendung von Teilchen in der Größenordnung von mehreren Nanometern (1 Nanometer = 1 nm = 0,000001 mm).

Feste (solid) Nanopartikel aus Eisenoxid können z. B. in der Medizin selektiv in Tumorgewebe transportiert und dort von außen durch magnetische Wechselfelder erhitzt werden. Dadurch wird nur das Tumorgewebe geschädigt. Injektionen von Eisenoxid-Nanopartikeln sind jedoch nicht ganz nebenwirkungsfrei.

Flüssige (fluid) Nanopartikel, die in kosmetischen Präparaten verwendet werden, sind dagegen völlig nebenwirkungsfrei, da sie sich beim Auftreffen auf die Hautbarriere  auflösen und mit ihr vereinigen. Dadurch wird die Durchlässigkeit der Hautbarriere erhöht und eingekapselte lipophile Wirkstoffe können leicht in die Haut penetrieren. 

Bei der Diskussion um Partikelgrößen ist die Feststellung nicht ganz unwichtig, dass die kleinsten relevanten Partikel Moleküle sind. D. h. in gelöster Form, z. B. in einer wässrigen Lösung, hat ein Wirkstoff die kleinste überhaupt mögliche Partikelgröße - nämlich das Molekül. Verglichen mit einem kosmetischen Nanopartikel von 100 nm ist es etwa 100 bis 1000-mal kleiner.

Details zu diesem Thema finden Sie in der Publikation "Wertvolle Ladung - Transport von Wirkstoffen".

Dr. Hans Lautenschläger

Bitte beachten Sie: Der vorliegende Beitrag stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Revisionsdatums dar.

 
 
 
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Revision: 09.04.2009