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Nach dem Schwimmen im Hallenbad habe ich gerötete Augen und häufig eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Was ist die Ursache?
 

Meist wird das Wasser der Schwimmbäder durch Zusätze von Chlor (Cl2) oder durch das ebenfalls chlorhaltige Natriumhypochlorit (NaOCl) desinfiziert. Ähnlich wie mit Mikroorganismen reagieren die Desinfektionsmittel mit organischen Stoffen, wie dem im Wasser in Spuren enthaltenen und aus Urin stammenden Harnstoff. In diesem Fall entsteht zusätzlich das aggressive, flüchtige Trichloramin (NCl3), das unter anderem am typischen "Chlorgeruch" der Schwimmbäder beteiligt ist.

Haut- und Schleimhautoberflächen werden im Wasser von den Desinfektionsmitteln angegriffen. Dabei kann es zu Irritationen an den Augen und bei Sportschwimmern, deren Gesicht durchweg in das Wasser taucht, zu hartnäckigen Entzündungen der Nasenschleimhäute kommen.

Die Empfindlichkeit der Nasenschleimhäute äußert sich anfangs durch Niesattacken und durch eine verstärkte Neigung zu Nasenbluten. In der Folge reagiert die Nase bei entsprechender Disposition unter anderem vermehrt auf Haus- und Holzstäube sowie Blütenpollen (Heuschnupfen). Dabei spielt naturgemäß die Häufigkeit des Kontaktes mit Chlorwasser eine Rolle. Verschiedentlich wurde die Auslösung von Asthma durch Chlorwasser diskutiert; dieser Zusammenhang konnte aber bisher nicht eindeutig belegt werden. Allerdings ist bekannt, dass chronischer Heuschnupfen nicht selten zu Asthma führt.

Was kann man tun?

Es ist nicht zweckmäßig, die Hautoberfläche vor dem Schwimmbadbesuch präventiv mit einer Creme zu schützen, da auch die Bestandteile von Hautschutzcremes angegriffen oder vom Wasser abgelöst werden.

Gegen die Irritation der Augen hilft eine kleine, gut sitzende Schwimmbrille.

Weniger bekannt sind Schwimmbrillen mit einem "Erker" für die Nase. Der Erker schützt die gesamte Nase sowie die Nasenlöcher vor dem Eindringen von Chlorwasser. Anders als bei einer üblichen Taucherbrille ist es sogar möglich, unter Wasser durch die Nase auszuatmen, ohne Kontakt mit dem Wasser zu haben.

Und noch ein Tipp zum oben erwähnten Heuschnupfen: Bei diesbezüglicher Empfindlichkeit ist es möglich, sich durch granulierte Blütenpollen aus dem Reformhaus (1-2 Teelöffel täglich) zu desensibilisieren. Dabei beginnt man gegebenenfalls mit kleinen Mengen, um den Körper daran zu gewöhnen. Es ist allerdings Geduld gefragt, da eine auf diese Art und Weise durchgeführte Desensibilisierung durchaus mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Aber es lohnt sich, da man erst teilweise und am Ende ganz auf Medikamente wie Antihistaminika verzichten kann. Ein zusätzlicher Teelöffel eines lokalen Blütenhonigs kann hilfreich sein, reicht aber erfahrungsgemäß allein nicht aus.

Dr. Hans Lautenschläger

Bitte beachten Sie: Der vorliegende Beitrag stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Revisionsdatums dar.

 
 
 
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Revision: 13.04.2014